Die Vielfaltsgärtner

von den Fildern

Tipps und Tricks

Regenwurm

Regenwurm 1

Der Regenwurm, unser wichtigster Gehilfe im Garten

So unscheinbar der Regenwurm sein mag, so unerlässlich ist er für die Fruchtbarkeit der Böden. Er mischt die obenliegende Streu in den Boden ein. Seine mit Schleimstoffen ausgekleideten Röhren reichen mehr als einen Meter tief in den Boden. Starkregenfälle können so ungehindert versickern, Pflanzenwurzeln erleichtern sie das Eindringen in tiefere Bodenschichten. Der Regenwurm lebt von halbverrotteten Pflanzenresten die er zusammen mit Mikroorganismen und Bodenpartikeln aufnimmt und in seinem Darm zu den wertvollen Ton-Humus-Komplexen umwandelt. Diese wiederum sind die Voraussetzung für die Bildung der stabilen Bodenkrümel, dem Merkmal der fruchtbaren Humusböden.

Die vom Regenwurm auf der Bodenoberfläche abgelegten "Häufchen" bilden die ideale Pflanzennahrung.

Diese Leistungen des Regenwurm für die Fruchtbarkeit der Böden haben schon Charles Darwin schwer beeindruckt.

Wie kann man dieses nützliche Tier in seinem Garten fördern?

Der Regenwurm ist bei Temperaturen von 5-25 Grad aktiv. Im Hochsommer und bei Frost im Winter zieht er sich in tiefere Bodenschichten zurück. Er liebt einen feuchten, aber nicht vernässten Boden, er leidet unter direkter Sonneneinstrahlung und Trockenheit.

Mineraldünger wir "Blaukorn" und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel machen ihm das Leben schwer.

Ständiger Pflanzenbewuchs oder Bodenbedeckung durch Mulchen (bei unseren schweren Böden erst ab Juni und nur ganz dünn wegen der Schnecken) sichern die Ernährung des Regenwurms, fördern die Schattengare und verhindern das Austrocknen der Bodenoberfläche. Dies ist besonders wichtig für die Entwicklung der Regenwurmeier, die er in Kokons dicht unter der Oberfläche ablegt.

Tiefes jährliches Umgraben ist zu vermeiden, ja diese Arbeit will uns der Regenwurm gerne abnehmen. Wenn es denn unbedingt sein muß, dann warten wir mit dem Umgraben bis sich der Regenwurm im Dezember in tiefere Bodenschichten zurückgezogen hat. Besser ist aber, den größten Teil des Gartens nach dem Abernten der Gemüsekultur mit einer Gründüngung z. B. aus Phazelia oder Buchweizen einzusäen. Die friert im Winter ab und bleibt als schützender Mulch liegen.

Ist der Regenwurm unser gut gepflegter Freund, geht es dem ganzen Bodenleben gut. Das sichert die Pflanzenernährung und erfreut letztlich die Gärtner und Gärtnerinnen.

So einfach kann biologisches Gärtnern sein.

 

Drucken E-Mail

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen