Die Vielfaltsgärtner

von den Fildern

Tipps und Tricks

Hühner im Garten

Huhn 1

Hühner im Garten 

Hühner fügen sich nicht so einfach in einen Selbstversorgergarten ein wie Laufenten.

Hühner sind gierig und verfressen, dabei ständig neugierig und sehr kreativ im Erschließen neuer Futterquellen. Ein guter Hahn spornt seine Hennen da zu noch größerer Kreativität an.

Der Hühnerauslauf muß ausreichend hoch (je nach Rasse 1,5-2m) eingezäunt sein und sich möglichst nicht in Sichtweise von attraktiven Salatbeeten befinden. Oben drüber oder unten durch oder indem herumliegendes als Flug- oder Kletterhilfe genutzt wird, oder auch eine undichte Tür ermöglichen es manchen Hühnern es immer wieder zu entkommen und Schaden anzurichten.

Unverzichtbar ist ein Fuchs- und Mardersicherer Stall für die Nacht. Selbst in urbanen  Räumen sind regelmäßige Besuche von Fuchs und Marder zu erwarten.

Sinnvoll sind min. zwei Ausläufe zur Nutzung im Wechsel wegen der Parasiten und um eine grüne Grasnarbe zu erhalten. Bestens geeignet als Hühnerauslauf sind Wiesen mit Obstbäumen. Sie bieten den Hühnern Schatten und Deckung vor dem Habicht, ihrem schlimmsten Feind. Hier können sie auch merklich zur Schädlings- und Krankheitsreduzierung beitragen, indem sie Fallobst und Raupen verzehren.

Strauchbeeren müssen vom Austrieb bis nach der Ernte vor den Hühnern geschützt werden, danach ist höchstens noch durch Scharren und Staubbaden ein meist geringer Schaden zu befürchten. Himbeeren, Brombeeren werden gefressen so hoch die Hühner reichen können.

Im Hühnerauslauf wird sich niemals Klee, Luzerne öä finden, da Hühner diese sofort restlos mit Wurzeln ausreißen. Jeder Versuch die Wiese nährstoffreicher und vielfältiger zu gestalten wird sofort zunichte gemacht.

Topinambur eignen sich gut für Hühnerausläufe. Sie bieten Deckung und die Knollen werden gerne gefressen. Man muß sie nur ausgraben, zerkleinern können sie die Hühner selbst. Ebenso werden gerne Möhren genommen, besonders die die durch Möhrenfliege schon etwas weich sind.

Wenn im Herbst alles Wesentliche abgeerntet ist, dürfen meine Hühner im ganzen Garten laufen. Das schont den Auslauf und verhindert auch dessen Überdüngung. Restliche Winterkulturen müssen aber sehr sorgfältig geschützt werden, da die Hühner bei Wind und Schnee und durch ausdauerndes Scharren oft Sieger blieben. Auch Komposte, Mulchdecken, Häckselwege werden intensiv durchscharrt.

Der Auslauf bietet eine willkommene Zusatznahrung für die Hühner. Zusätzlich müssen noch Legemehl und Körner zugefüttert werden.

Andererseits haben sie zusätzliche Nährstoffe durch das Abernten der Reste, des letzten Grasaufwuchses und der Lebewesen unter dem Mulch.

Die Nährstofffracht des Hühnerkotes verteilt sich gleichmäßig im Garten und entlastet den Hühnerauslauf der so auch leichter grün bleibt.

 

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